Pension Klaudia, Jastrzebia Gora
Jastrzebia Gora

Der Kurort Jastrzebia Gora liegt an einer Steilküste im äußersten Norden Polens. Eine 32,8m hohe malerische Klippe trennt es vom kilometerlangen, herrlichen Sandstrand, der zum Sonnenbaden und ausgedehnten Spaziergängen entlang der Klippen einlädt.

Dank dieser einzigartigen Lage und des großen Angebotes an Erholungsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten, ist Jastrzebia Gora jedes Jahr aufs Neue für viele Urlauber ein beliebtes Ferienziel.

Im Jahre 1848 trat der Name Jastrzebia Gora, dessen wörtliche Übersetzung „Habichtsberg“ ist, erstmals in Erscheinung und markierte damals den höchsten Punkt zwischen den Orten Rozewie und Chlapowo. Als offizieller Ortsname etablierte er sich jedoch erst im Jahre 1920 als Polen den Zugang zum Meer erlangte.

Nachdem Polen seine Unabhängigkeit wiedergewonnen hatte, erlebte Jastrzebia Gora eine rasche Entwicklung. Um den damals noch schwierigen Zugang zum Kurort zu erleichtern, wurde zu diesem Zweck in den 20er Jahren eine Straße gebaut, welche den Namen „Bulwar Nadmorski“ (Strand-Boulevard) trägt und seit ihrer Fertigstellung 1931 bis heute in Gebrauch ist. Die aus Basaltgestein bestehende Kopfsteinpflasterstraße führt bis nach Wladyslawowo und unterliegt heute dem Denkmalschutz. Ein Spaziergang entlang dieser Strecke bietet die Möglichkeit, zahlreiche Aussichtspunkte inmitten der außergewöhnlich schönen Landschaft des Ostsee-Naturparks zu entdecken.

Im Jahre 2000 haben geodätische Messungen ergeben, dass Jastrzebia Gora am nördlichsten Punkt Polens liegt. Diese Stelle markiert auch ein Denkmal mit dem Namen „Stern des Nordens“, der eigens zu diesem Zweck von der Gesellschaft der Liebhaber von Jastrzebia Gora gestiftet wurde.

Einen Besuch wert ist ebenfalls ein architektonisch besonders herausragendes Bauwerk – die Jesuitenkapelle von Jastrzebia Gora.

Weiterhin lohnt es sich, die in den 80er Jahren erbaute Kirche des Heiligen Ignaz Loyoli zu besichtigen. Das Gebäude – bestehend aus zwei Ebenen – bietet im unteren Abschnitt Platz für ca. 700 Personen, im oberen sogar für 2000. In dieser modernen Kirche mit einer 21-stimmigen Orgel finden seit 1992 alljährlich im Sommer Orgelkozerte statt.

Ein seltenes Naturwunder stellt die Schlucht Lisi Jar dar, welche früher eine Länge von etwa 10km hatte, dessen größter Teil jedoch über die Jahre hinweg durch die Ostsee abgetragen wurde. Die 50m tiefe Erosionsspalte befindet sich zwischen Rozewie und Jastrzebia Gora und beherbergt an ihren Steilhängen einen dichtbewachsenen Buchenwald. Inmitten der über 100 Jahre alten Bäume finden sich vereinzelt auch Birken und Fichten sowie zahlreiche Unterholzgewächse.

Im Südwesten von Jastrzebia Gora fließt der Fluß „Czarna Wda“, welcher zum Angeln über die Brücke auf dem Weg Krokowa – Starzyno zu erreichen ist. Im Oberlauf des Gewässers herrschen für Forellen ideale Lebensbedingungen, im Unterlauf sind vor allem Schleie, Barsch, Hecht und Aal anzutreffen.

Jastrzebia Gora ist besonders in der Nebensaison einen Besuch wert, da sich dann in aller Ruhe das Klima mit seinem hohen Anteil an wertvollem Jod sowie Ausflüge in die malerische Umgebung genießen lassen.





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